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Werben auf Pinterest – erste Erfahrungen mit Pinterest Ads

25. April 2019 Dennis

Pinterest Ads gelten als neuer Geheimtipp im Paid Social. Seit Februar 2019 bietet die Plattform die Möglichkeit, Beiträge in der DACH-Region zu promoten. Und das scheint sich zu lohnen: Laut eines Beitrags des Social-Media-Management-Tools Hootsuite haben mehr als die Hälfte der Nutzer einen Kauf getätigt, nachdem sie geschäftliche Inhalte auf Pinterest gesehen haben. Das war ein guter Grund für uns, unsere Paid-Social-Strategie auch auf Pinterest auszuweiten und erste Erfahrungen zu sammeln.

Wie werbe ich auf Pinterest?

Der Einstieg in den Admanager von Pinterest ist einfach. Ähnlich wie bei anderen Social-Media-Kanälen lassen sich Budget, Laufzeit, Keywords, Interessen und Zielgruppen einer Kampagne schnell und übersichtlich definieren. Pinterest schlägt dabei sogar weitere Keywords und Interessen vor, sobald du selbst welche eingegeben hast.

 

Pinterest hilft bei der Keyword-Rercherche. Screenshot: Pinterest

Für jede verfügbare Anzeigenimpression wählt das Auktionssystem die beste Anzeige aus, heißt es seitens Pinterest. Ob die Pinterest Ads wie gewünscht ausgespielt werden, hängt  unter anderem von der Qualität der Zielseite und der Zielgruppenrelevanz ab. Was das bedeutet, erklärt unser Junior Performance Marketing Manager Daniel Quick:

“Je besser das Targeting ist, desto performanter sind die Pinterest Ads.”

Ziel ist es also, die Relevanz der Ads für die Zielgruppen so gut wie möglich auszuloten. Damit die Pinterest Ads für unsere Kunden gewinnbringend und gleichzeitig zielführend sind, streben wir pro Kampagne einen CPC (Cost per Click) von etwa 0,15 Euro an. “Das haben wir bislang auch geschafft”, betont Daniel.

Zu beachten ist, dass es für die verschiedenen Kampagnenziele unterschiedliche Mindestgebote gibt. Dieses hängt vom ausgewählten Zielland für die Kampagne ab. In der Eurozone liegt das Mindestgebot für den CPC bei 0,05 Euro und für den CPM (Cost per 1.000 Impressions) bei 1,00 Euro. Auch Videos lassen sich inzwischen in Deutschland promoten.

Für Pinterest Ads gelten verschiedene Mindestgebote. Grafik: Pinterest

Was macht ein gutes Creative aus?

Wie bei allen Social-Media-Plattformen spielt die Qualität des Contents eine große Rolle. Je hochwertiger die Inhalte, desto größer ist der Erfolg der Pinterest Ads. So habe sich gezeigt, dass aufwendig gestaltete Pins besser ausgespielt wurden, sagt Daniel. Wie ein Creative letztlich aussieht, hängt natürlich stark von der Zielgruppe ab. Zur Orientierung empfiehlt sich aber, folgende Punkte zu beachten:

  • Auffällige Bilder: Verwende hochwertige, vertikale Bilder, die sich in den Feeds der Nutzer abheben. Pinterest schlägt dabei ein Seitenverhältnis von 2:3 (zum Beispiel 1.000 x 1.500 Pixel) vor. Bei anderen Seitenverhältnissen besteht die Gefahr, dass die Pins abgeschnitten oder nicht vollständig angezeigt werden.

 

  • Marke im Mittelpunkt: Im Mittelpunkt des Pins sollte das Produkt bzw. die Dienstleistung stehen. Vermeide dabei zu abstrakte Bilder, die deine Marke nicht angemessen repräsentieren.

 

  • Kontext: Aus deinem Pin muss hervorgehen, warum dein Produkt oder deine Idee ausgerechnet für die Zielgruppe genau das richtige ist. Am besten zeigst du den Usern, wie sie das Produkt ausprobieren oder nutzen können.

 

  • Logo: Verwende nach Möglichkeit ein Logo. Dieses sollte jedoch niemals in der rechten unteren Ecke platziert werden. Dort würde es vom Pinterestlogo überdeckt werden.

 

  • Text-Overlays: Pinterest empfiehlt, Text-Overlays hinzuzufügen. Dadurch hebt sich dein Post von anderen ab und setzt ihn in einen Kontext. Der Text sollte möglichst kurz gefasst sein, damit er auf dem Smartphone gut lesbar ist. Dabei solltest du die Sprache berücksichtigen und separate Pins erstellen, wenn du dieselbe Kampagne in mehreren Ländern laufen lässt.

Organische vs. bezahlte Reichweite

Pinterest ist bei vielen Bloggern und Unternehmen wegen der bislang hohen Reichweite der Pins sehr beliebt – vorausgesetzt, man hat für sich die richtige Strategie gefunden. Darin lag bislang ein Vorteil gegenüber Facebook oder Instagram, deren Reichweiten zuletzt deutlich gedrosselt wurden. Müssen sich also nun auch Pinterestnutzer Sorgen machen? “Jein” – das sagt zumindest Nora Ritzschke, Head Of Social Media bei psmedia. Sie ist bereits seit 2013 bei Pinterest aktiv und betreibt seit 2016 einen Blog zu den Themen “Nähen, Upcycling und Mamagedöns”, wie sie selbst sagt.

Für ihren Blog hat sie im dritten und vierten Quartal 2018 strategisch gepinnt und damit innerhalb weniger Wochen eine monatliche Betrachterzahl von etwa 4,5 Millionen aufgebaut. “Diese Zahl blieb lange konstant, obwohl ich seit Dezember viel weniger aktiv bin”, sagt Nora. Doch seit die Ads eingeführt wurden, sinkt auch ihre Betrachterzahl immens. Derzeit seien es durchschnittlich noch 815 Tausend im Monat. Einerseits lässt sich das auf ihre geringere Aktivität zurückführen, doch auch die Einführung der Ads sowie der geplante Börsengang dürften dabei eine maßgebliche Rolle spielen. Die beworbenen Pins nehmen schlichtweg Platz im Feed weg. Von ähnlichen Erfahrungen berichten Nutzer in diversen Fachforen.

Die organische Reichweite sinkt seit Einführung der Pinterest Ads. Das zeigt auch die Statistik von Noras Blog. Screenshot: Pinterest/Norainhh

Dennoch seien weiterhin große Reichweiten möglich, glaubt Nora. Sie sagt:

“Die Nutzer müssen sich nun mehr Mühe geben. Sie müssen strategisch pinnen, stetig am Ball bleiben und guten Content liefern.”

Dann werde auch der Traffic ohne finanzielle Investitionen in Ads bestehen bleiben. Hinzu kommt: Relevant ist am Ende nicht die Zahl der Betrachter oder Follower, sondern der Traffic, der auf dem Blog landet. “Die Betrachter pro Monat sind zwar ein nettes Indiz, aber letztendlich nicht die Zahl, mit der Umsatz generiert wird.” Wichtig ist es deshalb, die Pins mit den richtigen Keywords zu vertaggen, um weiterhin maximalen Traffic für die eigene Website zu erzielen.

Pinterest Ads – ein Ausblick

Eines scheint sicher: Pinterestnutzer müssen sich in Zukunft darauf einstellen, dass beworbene Pins immer mehr Raum einnehmen. Gerade für Werbetreibende ist die Plattform aufgrund des aktuellen geringen Konkurrenzdrucks sehr interessant. “Die Zahl der Werbetreibenden wird zunehmen – und somit auch der Konkurrenzdruck”, sagt Tobias Erdmann, Head of Performance Marketing. Er rechnet damit, dass in naher Zukunft immer mehr Unternehmen ihre Paid-Social-Strategie auf Pinterest ausweiten werden. Welche Auswirkungen das auf die Preise und die organische Reichweite haben wird, ist derzeit schwer abzusehen. Aktuelle Nutzer, die ihre Pins nicht bewerben, müssen sich künftig darauf einstellen, mehr Zeit in guten Content zu investieren, um weiterhin Reichweite und Traffic zu generieren.

 

Egal, welches Ziel du verfolgst: psmedia unterstützt dich gern mit Expertenwissen bei all deinen Werbeaktivitäten und entwickelt mit dir deine perfekte Marketingkampagne. Wir bringen dich ins Netz!

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Dennis

Dennis beschäftigt sich bei psmedia mit den neuesten Trends im Bereich Social Media - hauptsächlich im Paid Social. Als Social Media Manager und Redakteur begleitet er den digitalen Wandel an vorderster Front.