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Social Signals – Wertvoller Baustein in Sozialen Netzwerken

24. Mai 2019 Mathias

Soziale Netzwerke sind aus dem Internet nicht mehr wegzudenken. Wo früher Webseiten, Foren und Chatprogramme waren, beherrschen heutzutage Facebook, Instagram, Twitter und Co. den Unterhaltungs-, Informations- und Werbemarkt. Zu einem wichtigen Baustein zählen hier auf sämtlichen Plattformen Social Signals. Doch was ist darunter überhaupt zu verstehen?

Was sind Signale in den sozialen Medien?

Als Signal werden gemeinhin Zeichen genannt, denen man eine ganz bestimmte Bedeutung beimessen kann. Ein soziales Signal weitet diese Bedeutung auf eine Gruppe aus. Social Signals finden wir in allen Bereichen der sozialen Medien, denn überall dort können wir derartige Zeichen setzen. Hier verstehen wir als Zeichen einerseits eine grundsätzliche, einfache Meinungsäußerung. Andererseits kann sie auch eine weiterführende Beteiligung zu oder an einem bestimmten Content in den sozialen Netzwerken sein.

Für die wichtigsten Social-Media-Kanäle sieht das beispielsweise wie folgt aus:

  • Facebook: Verschiedene Like-Funktionen (Daumen nach oben, Herz, Lachen, Wow, Weinen, Ärger), Teilen, Kommentar
  • Twitter: Retweets, Antworten, Gefällt mir
  • YouTube: Mag ich / Mag ich nicht, Teilen, Kommentar
  • Instagram: Gefällt mir (Herz), Kommentar, Teilen, Antworten, in eigener Story posten
  • Pinterest: Merken, Kommentar

Was bedeuten Social Signals für die User?

Signale in den sozialen Medien bezeugen dem User die Relevanz von Content. Hier ist die psychologische Komponente wichtig: Ein Beitrag mit vielen sozialen Signalen anderer Nutzer ist für den User automatisch spannender als einer mit wenigen Signalen. Hat Content eine hohe Menge an Likes oder Kommentaren erhalten, dann schürt dies das Interesse. Die Glaubwürdigkeit und/oder Wichtigkeit wird gesteigert, wenn der Content besonders vielen Leuten “gefällt”.

Durch viele Signale wird den anderen Usern klar: Der Content wurde nicht “nur” konsumiert, sondern es wurde dem Gefallen besonderer Ausdruck verliehen. Der Beitrag war so gut, dass sich der User bereit gefühlt hat, die Qualität mithilfe sozialer Signale zu bestätigen. Dies wird einerseits den anderen Nutzern übermittelt, aber ebenso auch dem Ersteller des Posts.

Der Mensch ist bekanntlich ein Rudeltier: Hat ein Content bereits eine Vielzahl an Signalen erhalten, dann setzt der User sein eigenes Zeichen gerne noch dazu. Wo bereits 100 Leute ein Like gelassen haben, ist die Hürde niedriger, ebenfalls auf “Gefällt mir” zu klicken. Der Nutzer fühlt sich automatisch als Teil einer Gruppe. Er kann “mitreden” mit der Gewissheit, dass er die gleiche Meinung vertritt wie die bisherigen Setzer von Signalen. Oder er kann sich bewusst dazu entscheiden, eine ganz andere Meinung zu vertreten, um in den Diskurs zu treten.

Welchen Nutzen haben Social Signals für die Post-Ersteller?

Der Erfolg eines Beitrags kann auf verschiedenste Weise gemessen werden. In den Sozialen Medien lässt sich besonders anhand von Klicks, Reichweiten und Social Signals erkennen: Wie kommt der gepostete Content beim User an? Nehmen wir Facebook als Beispiel: Hier kann die Quantität und auch Art der Like-Signale Aufschluss über die Emotion des Users geben. Macht der Content glücklich, traurig, wütend? Bewegt er ihn oder interessiert er ihn so wenig, dass sämtliche Signale ausbleiben?

Teilen

Das Teilen eines Beitrags lässt sich uneingeschränkt als positives Zeichen für den Ersteller des Posts werten. Der Beitrag ist für den User so relevant, dass er möchte, dass auch seine Follower ihn sehen können. Durch das Teilen steht er selbst für diesen Content ein, unterstützt ihn aktiv. Die Beweggründe hierfür können unterschiedlicher Natur sein (siehe Studie der NY Times). Immer jedoch sorgen sie für eine größere Reichweite des Beitrags.

Kommentare

Ein Kommentar kann sowohl positive als auch negative Bedeutung haben. Dies betrifft die Wirkung des Contents auf den User und auch auf den Post-Ersteller. Er hat zudem die Möglichkeit, mehr zu erzählen als die anderen Social Signals: Im Kommentar kann der Nutzer ganz direkt kommunizieren, was ihm am Beitrag gefallen oder eben nicht gefallen hat. Er kann eine Meinung im Beitrag unterstützen oder kritisieren. Auch eine persönlichere Art des Teilens ist hier möglich: Beim eigentlichen „Teilen“ erscheint der Beitrag im eigenen Newsfeed. Im Kommentar wiederum lassen sich einzelne Nutzer markieren. Diese können dann im Ursprungs-Post auf diese Markierung mit eigenen Social Signals reagieren.

Social Signals können also Meinungen und Emotionen übermitteln. Sie können einen Beitrag und auch den ganzen Account unterstützen. Sie können positive und negative Wirkungen des Contents und einzelner Aspekte offenbaren. Dazu können sie die Reichweite erhöhen. Der Ersteller des Posts kann auf all diese Erkenntnisse eingehen und einen Beitrag daraufhin bearbeiten. Auch künftige Beiträge lassen sich so eher den Bedürfnissen der Nutzer anpassen. Die gewünschte Wirkung des Contents lässt sich drastisch verstärken.

Wie kommt der Content an? Social Signals zeigen es!

Social Signals und Google

Es ist nicht eindeutig belegbar, inwieweit Social Signals Auswirkungen auf die Suchergebnisse haben. Fakt ist, dass Google selbst bisher nicht klar offen gelegt hat, inwieweit mehr soziale Signale auch zu besseren Platzierungen in den Suchergebnissen führen. Vereinzelte Äußerungen lassen vermuten, dass kein direkter Bezug besteht (siehe Interview mit Google-Mitarbeiter). Dies liegt ein Stück weit sicher auch daran, dass Google nicht auf sämtliche Daten von Facebook und Co. zurückgreifen kann. Ihre Ergebnislisten können sie also nicht von ihnen abhängig machen.

Ein indirekter Bezug von Social Signals zum Google-Ranking ist jedoch in vielen Fällen nicht von der Hand zu weisen: Ist ein Beitrag so relevant, dass ihn User mit Social Signals honorieren, dann erkennt häufig auch Google diese Relevanz. Die Algorithmen sind so ausgelegt, dass sie dem Nutzer die für ihn relevantesten Ergebnisse übermitteln sollen. Google weiß in der Theorie, was der User will. Und ahnt, was er aller Voraussicht nach mit beispielsweise einem “Gefällt mir” oder einem Share würdigen wird.

Jedoch tritt hier eine Art Qualitätsschere auf bezüglich austauschbarem Content ohne tieferen Sinn , dafür aber mit viel Unterhaltungswert (Bsp.: Cat Content). Dieser erhält in den sozialen Netzwerken häufig eine Menge Rückmeldungen der User, ist für Google-Suchen jedoch wenig relevant. Kaum ein User dürfte per Google ein lustiges, neues Katzen-GIF suchen. Hierfür werden die direkten Kanäle herangezogen. Ein Zusammenhang zwischen Social Signals und Google-Ranking ist in diesen Fällen nicht gegeben, aber auch nicht notwendig.

Zusammenfassend gesagt:

Egal, ob es sich beim Content um ein Bild, ein Video, einen verlinkten Textbeitrag oder ein zu erwerbendes Produkt handelt: Social Signals sind ein Muss in den Sozialen Medien und haben diverse wichtige Funktionen:

  • Steigerung der Glaubwürdigkeit des Contents (bei hoher Quantität an Social Signals)
  • Steigerung des Interesses des Users (bei hoher Quantität an Social Signals)
  • Niedrigere Hemmschwelle für User, selbst mit dem Content zu interagieren (Gruppengefühl)
  • Steigerung der Reichweite, besonders durch Teilen, Kommentieren, Markieren, Diskutieren
  • Liefern von Erkenntnissen über die Emotionen der User zum Content
  • Aufzeigen, welche Aspekte eines Contents gut und welche schlecht ankommen
  • Learnings schaffen für zukünftige Postings, um mehr Nutzer zu erreichen

Optimierung der Social Signals für die eigenen Bedürfnisse

Für psmedia sind Social Signals ein wichtiger Baustein für den Erfolg der Projekte und Kooperationen. Die erarbeitete Expertise startet bei der Erhebung von Quantität und Qualität der Signale. Über die Feststellung der Zielgruppe führt sie schließlich bis zur Optimierung der gewünschten Signale. Verschiedene Projekte und Kooperationen haben auch verschiedene Anforderungen an Social Signals. Hier muss ein gewisses Gespür für die Bedürfnisse der Nutzer vorliegen. Dies muss kombiniert werden mit der Analyse der Signale. Welche Social Signals werden bereits abgegeben, welche sind erwünscht? Ein Bild kann besonders viele Likes erzielen sollen, ein Textbeitrag zu Diskussionen anregen oder ein Produkt zu vielen Markierungen. Für jedes Ziel gibt es den richtigen Weg, der individuell angepasst werden muss, um das gewünschte Maximum zu erreichen. Der User will mit spannendem Content interagieren. Es liegt am Contentersteller, ihn hierbei zu unterstützen, damit beide Seiten zufriedengestellt sind.

 

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Mathias

Matze ist seit 2016 bei psmedia für die Produktion und Verbreitung von Content zuständig. Ein witziges Meme soll her? Der beste Spruch liegt ihm bereits auf der Zunge!