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Pinterest: Erfolgreich starten in 5 Schritten!

30. Juli 2020 Nora Ritzschke

Einmal alle Bilder von der Website pinnen, fortan nur noch hin und wieder per App ein paar hübsche Repins merken? Ganz so einfach ist der Start leider nicht, wenn du Pinterest als Unternehmen effizient und erfolgreich nutzen möchtest. Doch es ist auch alles andere als ein Hexenwerk. Mit der richtigen Strategie, passendem Content und einigen strategischen Kniffen lassen erste Erfolge nicht lange auf sich warten. Wir zeigen dir in diesem Artikel, worauf es ankommt und wie du am besten loslegst!

Schritt 1: Keywordrecherche

Wer Pinterest für sein Unternehmen einsetzen möchte, sollte möglichst strategisch vorgehen. Das heißt: Noch vor dem ersten Pin steht eine ausführliche Keywordrecherche an. Wer sich einmal die Mühe macht, die suchvolumenstärksten Keywords zum eigenen Thema zu ermitteln, spart sich bei der weiteren Content Creation viel Zeit. Trend- und Nischenkeywords können dann bei Bedarf recherchiert und eingebunden werden.

Auf Pinterest sollten Keywords dann an folgenden Positionen eingesetzt werden:

  • Profilname (Unternehmensname + 1-3 große Keywords, die das Thema des Unternehmens beschreiben)
  • Profilbeschreibung (mit wenigen großen Keywords beschreiben, was der User auf dem Profil erwarten kann)
  • Board-Beschreibung (mit wenigen Keywords beschreiben, was auf dem Board gepinnt wird)
  • Pins: Titel und Beschreibungstext (möglichst aussagekräftige und passende Keywords nutzen, ggf. Hashtags einsetzen)

Schritt 2: Content optimieren

Ob Blogbeitrag, Produkte in einem Webshop, Instagramprofil, Youtube-Videos oder Podcast – in welcher Form du deinen Content anbietest, ist für den Erfolg auf Pinterest nicht relevant. Wichtig sind letztendlich die visuelle Aufbereitung und der Inhalt selbst: Auf Pinterest wird nach Lösungen gesucht. Biete deshalb immer einen Mehrwert und helfe deinen Nutzern mit jedem Pin in irgendeiner Form weiter.

Bevor du nun mit Pinterest startest, optimiere deinen bestehenden Content hinsichtlich der Keywordrecherche. Für neuen Content sollten stets zwei Gedanken im Fokus stehen: Welches Problem löse ich damit? Und mit welchen Begriffen suchen Nutzer nach der Antwort auf dieses Problem? Das sind die richtigen Keywords.

Schritt 3: Businessprofil einrichten

Los geht’s: Erstelle dein Profil! Nutze unbedingt ein Businessprofil. Das ist nicht nur rechtlich Pflicht, sondern bringt auch zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Verifizierung: Als Privatprofil kann deine Website nicht verifiziert und damit deine Marke nicht als “echt” ausgewiesen werden.
  • Zugriff auf Pinterest Analytics: Nur mit einem Businessprofil kannst du prüfen, wie deine Pins und Boards performen.
  • Möglichkeit, Rich Pins einzurichten: Je nach Contentformat sind Rich Pins eine spannende Möglichkeit, die UX deiner Pins zu verfeinern.
  • Schaufenster im Profil: Präsentiere aktuelle, besonders beliebte oder für dich besonders wichtige Boards oben in deinem Profil. Privatnutzern steht dieses Feature nicht zur Verfügung.
  • Pinterest Ads: Paid Ads sind seit Anfang 2020 auch in Deutschland verfügbar. Um Kampagnen zu schalten, wird ein Business-Account benötigt.

Schritt 4: Pinnwände anlegen

Für den Anfang genügen etwa zehn Pinnwände, die auf der Keywordrecherche basieren. Starte zunächst mit allgemeineren Boards, die du schnell mit Pins befüllen kannst. Im Laufe deiner Pinterest-Karriere kann es dann auch mehr ins Detail gehen. Generell gilt: Lieber wenige gute Pinnwände erstellen, die regelmäßig bespielt werden können als viele Boards, auf die nur wenige Pins passen und dann nicht mehr bedient werden.

Als Beispiel: Für unseren Wohn- und DIY-Blog Home Sweet Home haben wir zunächst Pinnwände wie “Wohnzimmer”, “Deko”, “Schlafzimmer” erstellt. Diese konnten wir schnell und vielseitig bespielen und aus der Pin-Performance ableiten, welche Themen unsere Nutzer besonders interessieren. Das Suchvolumen ist recht groß, sodass sich leicht passender Content findet. Es folgten spezifischere Boards wie “Palettenmöbel” oder “Low-Budget Wohnen” – hier ist das Suchvolumen geringer, damit aber auch die Wahrscheinlichkeit oben im Feed aufzutauchen, viel höher.

Schritt 5: Pinnen!

Nun müssen die Pinnwände befüllt werden. Um langfristig Traffic aufzubauen, wird empfohlen, mindestens 10-20 Pins pro Tag zu pinnen. Hand auf’s Herz: Kaum jemand hat entsprechend viel Content und noch weniger haben so viel Zeit. Doch keine Sorge: Weder das eine noch das andere ist nötig! So pinnst du effektiv:

Layouts entwerfen

Pinterest lebt von einer gelungenen Bildsprache. Aus diesem Grund sind stimmige Layouts essentiell. Alle Pins sollten mindestens dein Logo beinhalten und im Format 2:3 (vertikal) erstellt werden. Es lohnt sich jedoch mehrere Layouts zu entwerfen. Für unseren Blog sieht das etwa so aus:

Pinterest für Unternehmen - HSH als Beispiel

So lässt sich nicht nur die Performance der verschiedenen Pins vergleichen und die Bildgestaltung auf diese Weise stets weiter optimieren. Es können auch zu einem Thema mehrere Pins veröffentlicht werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass einer davon viral wird, ist dann entsprechend höher – und es wird sehr viel einfacher, die empfohlene Anzahl täglicher Pins zu erreichen.

Formate testen

Neben dem klassischen Pin gibt es mittlerweile noch weitere Formate, die es sich lohnt zu testen:

  • Video-Pins: fallen im Feed besonders auf
  • Karussell-Pins: können vielfältig eingesetzt werden und erhalten tendenziell ebenfalls eine höhere Reichweite als herkömmliche Pins

Fremd- und Eigencontent mixen

Trotz verschiedener Layouts ist es oft schwierig, mit dem eigenen Content ausreichend aktiv zu sein. Das ist auch gar nicht erforderlich, denn Pinterest lebt auch von Repins. Nutzer pinnen also von anderen Accounts veröffentlichte Pins also auf ihre Pinnwände. Das gilt nicht nur für Privatprofile, sondern ist auch durchaus als Unternehmen sinnvoll. Achte bei der Auswahl auf eine gute Qualität der Pins (Originalquelle ist verlinkt, Pin entspricht den gängigen Gestaltungsempfehlungen) und optimiere, wenn nötig, den Beschreibungstext. Wichtig: Ersetze niemals den Ziellink durch deine eigene URL, das wäre Copyright-Verletzung.

Tailwind nutzen

Jeden Tag bis zu 20 Pins veröffentlichen – verteilt über 24 Stunden – das ist schwer realisierbar. Aus diesem Grund empfehlen wir das Tool Tailwind. Es ist (als einziges) von Pinterest verifiziert und erleichtert das strategische Pinnen enorm. Es ist kostenpflichtig, doch die Investition lohnt sich. Neben dem automatischen Pinnen bietet die Vollversion noch verschiedene weitere Features, die sehr nützlich sein können, etwa Smart Loops und Tribes.

Mit dem passenden Content und ein wenig Fleißarbeit in Sachen Keywordrecherche ist ein erfolgreicher Pinterest-Start für Unternehmen nicht schwer. Wichtig ist es, immer zu bedenken, dass Pinterest eher langfristig ausgelegt ist: Mit ersten sichtbaren Erfolgen ist frühestens nach drei, oft sogar erst nach sechs Monaten zu rechnen.

Was nehmen wir mit?

Wer sich einmal etwas Mühe gibt und Pinterest von Anfang an strategisch aufsetzt, darf sich auf langfristigen und nachhaltigen Traffic freuen.

Das klingt schön und gut, aber eigentlich hast du keine Zeit für Pinterest? Kein Problem! Kontaktiere uns und lass uns gemeinsam prüfen, wie wir als Social Media Agentur Pinterest für dein Unternehmen etablieren können!

Nora Ritzschke

Nora l(i)ebt Social Media! Ob Instagram, Pinterest oder Blogs, ob beruflich oder privat: Offline ist sie selten. Am liebsten surft sie mobile - innovative Apps sind genau ihr Ding!