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TikTok – der neue Stern am Social Media Himmel?

25. April 2019 Lisa

Wer im Jahr 2019 als Social-Media-Experte etwas auf sich hält, braucht einen TikTok-Account. TikTok, das ist doch dieses neue Netzwerk, das jetzt gerade richtig im Kommen ist, oder? Richtig. Es ist eine Plattform, die bei den jüngsten aller Digital Natives noch angesagter ist als Snapchat. Zumindest wenn man den Downloadstatistiken im Google Play Store glauben darf. Aber worum geht es hierbei überhaupt? 

Was macht den Reiz dieses sozialen Netzwerks aus und wie funktioniert es? Um das herauszufinden, lud ich mir die App herunter und tauchte in die bunte Welt des neuen Social Network ein. Meine User Experience beschreibe ich in diesem Blogbeitrag. Schnallt euch an, es wird turbulent.

Erste Schritte

Zu allererst ging es ab in den Google Play Store, mit nur einem Klick lud ich die App herunter und öffnete dadurch sprichwörtlich die Büchse der Pandora. Das soziale Netzwerk TikTok ist kostenlos – jeder kann easy mitmachen. Direkt nach dem Herunterladen der App wird man in die bunte Welt der Kurzvideos hineingeworfen und bekommt verschiedene Videos in einem Feed angezeigt. Zum alleinigen Anschauen der Kurzvideos braucht man keinen Account. Erst wenn man mit Content interagieren, also beispielsweise liken, kommentieren oder Direktnachrichten verschicken will, wird man dazu aufgefordert, einen Account zu erstellen.

Da ich natürlich das Netzwerk mit all seinen Funktionen ausprobieren wollte, legte ich mir sogleich einen Account an. Das ist unkompliziert über Facebook, Instagram, ein Google-Konto oder auch nur mit der Handynummer möglich.  Ich entschied mich hier dafür, mein Googlekonto für die Registrierung eines Accounts zu nutzen. Nach einigen Klicks war ich stolze Besitzerin eines Accounts und konnte loslegen.

 

Was macht TikTok so besonders?

Bei TikTok geht es darum, Kurzvideos von 15 bis 30 Sekunden Länge zu drehen. Die Besonderheit: Hierbei sorgt der User lediglich für den visuellen Content, da es eine Plattform für Lipsyncing, (im Deutschen eher: Playback) ist. Erst sucht man sich einen Musiktitel für die Tonspur aus, dann kann es losgehen: Man aktiviert die Kamera, der Track wird abgespielt und man kann dazu tanzen oder Playback singen.

Mit einem Klick auf das + -Symbol in der Mitte der Navigationsleiste erstellt man ein eigenes Video – das muss ich natürlich sofort ausprobieren. Ab geht die Post, ich entscheide mich für einen trendigen HipHop-Song und albere mit meinem Kollegen Mathias vor der Kamera herum. Noch ein paar Filter und Effekte drüberlegen, fertig ist mein erster eigener TikTok-Clip. Beim Hochladen kann ich einstellen, für wen der Clip sichtbar sein soll. Nur für die eigenen Follower, für die ganze Welt oder nur für mich selbst. Ich entscheide mich für letzteres.

TikTok – der neue Stern am Social Media Himmel? | psmedia.online

Bei der Erstellung der Kurzvideos sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es gibt unzählige Kategorien von Musik und Sounds, die man für sein Video einbetten kann: Die deutschen Top 40 Charts, virale Hits, Deutschrap, Fußball, Comedy oder Games. Es existieren auch Dialoge von bekannten Filmen oder Serien in der Datenbank, sodass man eine Szene aus seinem Lieblingsfilm per Playback nachspielen kann. Zudem hat man eine große Auswahl an Beautyfiltern, Farbfiltern, Face-Filtern, Stickern, Animationen und weiteren optische Gimmicks, mit denen man sein Video aufhübschen kann.

 

Die wichtigsten Funktionen der App – kurz und knackig

TikTok hat 5 Hauptmenü-Funktionen, die in der Navigationsleiste zu finden sind:

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  • Home: Hier sieht man Videos von Usern, denen man folgt. Außerdem bekommt man in der Kategorie „Für dich“ Videos angezeigt, die basierend auf den eigenen Präferenzen ausgewählt werden.
  • Entdecken: Hier werden Hashtags angezeigt, die gerade im Trend sind. TikTok ermuntert die User dazu, bei Challenges mitzumachen und bei viralen Trends mitzuwirken.
  • + -Symbol: Das ist der Ort, an dem man als User eigene Clips aufnehmen kann.
  • Benachrichtigungen: Falls man Kommentare oder Nachrichten von anderen Usern bekommt, werden sie hier angezeigt.
  • Profil: Eine Übersicht über das eigene Profil, inklusive alle selbstgedrehten Kurzvideos.

 

Wie unterscheidet sich TikTok von anderen sozialen Netzwerken?

TikTok entstand durch die Fusion der westlichen Playback-App Musical.ly und der chinesischen App Douyin. Im asiatischen Raum ist die App sehr verbreitet, in Deutschland steckt das Netzwerk noch in den Kinderschuhen. Auffällig ist hierbei, dass es bei TikTok (noch) keinen sponsored content gibt. Es gibt keine Werbung und kaum Unternehmen, die auf der Plattform vertreten sind. Global Player wie Starbucks, Amazon, H&M oder Netflix suche ich bei TikTok vergebens. Von einigen großen Unternehmen existieren regionale Accounts, zum Beispiel McDonalds Japan, McDonalds Malaysia oder Coca Cola Japan. In Deutschland gibt es zurzeit keine Möglichkeit, Ads bei TikTok zu schalten.

Als einzige Möglichkeit bietet sich auf der Plattform momentan das Influencer Marketing an, auf TikTok ist das aber schwieriger umzusetzen als beispielsweise bei Instagram. Ein Influencer könnte hier beispielsweise in einem Kurzvideo Kleidung einer bestimmten Marke tragen oder Produkte in die Kamera halten – etwas dazu sagen könnte er aber nicht, da die Tonspur nur aus Musik besteht. Lediglich im Beschreibungstext eines Clips könnte der Influencer einen Link auf eine externe Website setzen. Fraglich ist aber, wer diese Beschreibungstexte überhaupt liest und ob jemand wirklich auf einen Link klicken würde, der so unscheinbar platziert ist.

 

Mein Fazit

Nach einigen Stunden im Social Network entsteht bei mir der Eindruck, dass sich auf TikTok hauptsächlich Kids und Teens tummeln. Überall wo ich hinschaue, sehe ich Trends und Challenges, für die ich mich zu alt fühle. Von Fortnite Tänzen habe ich natürlich schon gehört, aber der Hashtag #crabrave sagt mir gar nichts. Ist es jetzt hip, sich wie eine Krabbe zu Technomusik zu bewegen? Ich weiß es nicht. Die Influencer, die im jungen Netzwerk groß sind, sind teilweise von YouTube bekannt (Dagi Bee, Julien Bam), teilweise aber auch durch Musical.ly berühmt geworden (Lisa und Lena). Bei mir entsteht der Eindruck, dass TikTok als Plattform seine eigenen Stars hervorgebracht hat. Es sind normale Teenager, die hübsch sind, tolle Tanzmoves drauf haben oder auch ein bisschen Comedy betreiben.

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Beliebte Content Creator bei TikTok wirken so erfrischend normal. Hier gibt es keine durchgestylten Fotos wie bei Instagram oder Videos mit professioneller Ausleuchtung und Spitzenkameras wie bei YouTube. Im Gegenteil: Auf TikTok haben junge Leute Spaß daran, kurzweilige Videoclips zu erstellen und zu teilen, die alles andere als perfekt sind. Die App erinnert mich in dieser Hinsicht stark an die inzwischen tote Plattform Vine, auf der man 7-sekündige Kurzvideos ohne viel Aufwand erstellen konnte.

Wohin die Reise mit TikTok geht, bleibt abzuwarten. Wird es schon bald in der Versenkung verschwinden wie das Netzwerk Vero, das 2018 gehyped wurde? Oder wird es auf lange Sicht Snapchat komplett ablösen? Es bleibt spannend. Zusammenfassend ist zu sagen, dass TikTok durch seine Neuartigkeit und den überaus hohen Spaß-Faktor auf jeden Fall ein Kandidat ist, ein Big Player unter den sozialen Netzwerken zu werden.

 

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Lisa

Lisa ist unsere Expertin für Video-Content und virale Inhalte. Einhörner, Flamingos oder doch Cat-Content? Sie weiß genau, was eure User jetzt sehen wollen!