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Social Advertising: Werben auf Snapchat & Pinterest

13. Mai 2020 Mara

Schon im ersten Teil unserer Artikelserie “Social Advertising” haben wir darüber berichtet, dass die Werbeausgaben in 2020 bereits einen neuen Höhepunkt erreicht haben und auch noch weiter zulegen sollen. Neben den Klassikern wie Facebook und Instagram gibt es noch weitere Social Networks zu entdecken. Auch das Werben auf Snapchat und Pinterest wird für Unternehmen immer attraktiver. Psmedia erklärt, welche Plattform sich für wen lohnt und welche Vorteile sie haben.

Snapchat – die junge Generation

Der Instant Messaging Dienst gehört ebenfalls zu einem der beliebten Social Media Netzwerke. Was viele von Instagram kennen, fand seinen Ursprung bei Snapchat. Die kurzen Snaps in Form von Bildern oder Videos löschen sich nach dem Anschauen wieder. Storys, deren Clips nach 24 Stunden wieder verschwinden, sind ebenfalls eines der Kernfeatures. Auch wenn das Wachstum etwas stagnierte, konnte Snapchat seine Nutzerzahl zuletzt auf 229 Millionen erhöhen.

Das Netzwerk profitiert unter anderem davon, dass Inhalte auf andere Plattformen wie bspw. Instagram adaptiert und dort weiterverbreitet werden. Die zahlreichen Filter bieten gerade für die so junge Zielgruppe viele Möglichkeiten, interessanten Content zu produzieren. Dabei sind jedoch ca. 67% der deutschen Snapchat-Nutzer höchstens 24 Jahre alt. Gerade mal 14% der aktiven Nutzer sind älter als 35. Das Durchschnittsalter liegt zwischen 14 und 19 Jahren und ist somit eines der jüngsten unter den Social Media Netzwerken.

 

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Quelle: Snapchat

Für wen ist Snapchat attraktiv?

Trotz der eher jungen Zielgruppe kann Snapchat für Unternehmen ein spannender Kanal sein. Auch die jüngeren Nutzer lassen sich mit entsprechend hochwertig gestalteten Creatives gut erreichen. Profitieren können davon zum Beispiel Unternehmen, die Nachwuchskräfte suchen und sich bei Azubis attraktiv machen wollen. Auch Onlineshops sollten sich überlegen, auf Snapchat aktiv zu sein. Denn auch wenn die Zielgruppe sehr jung ist, funktioniert Fashion- und Beauty-Content sehr gut. Dies bestätigen unsere Ansprechpartner bei Snapchat und Daniel Quick, Performance Marketing Manager bei psmedia. Er sagt:

 

Sind Content und Ad gut auf die Zielgruppe abgestimmt und sprechen deren Sprache, treffen sie direkt ins Schwarze.

Was macht Snapchat so besonders?

Werbetreibende finden auf Snapchat zahlreiche Möglichkeiten für die Gestaltung der Ads. Je nach Werbeziel gibt es von Lenses bis Collection Ads viel Spielraum, um mit der passenden Sprache die Zielgruppe zu erreichen. Gerade AR Lenses bieten den Nutzern ein interaktives Erlebnis. Außerdem kann hier erheblich auf das Brand Awarness-Konto eingezahlt werden.

Dabei liegen die Kosten ungefähr auf dem Level von Facebook. Zudem gibt es bei Snapchat ebenfalls Zeiten und Phasen, in denen mehr aus dem Budget rausgeholt werden kann. Im Hinterkopf zu behalten ist dabei allerdings die Qualität des Traffics. Zwar tut sich hier einiges in letzter Zeit, jedoch hängt dieser unmittelbar mit der jungen Nutzerschaft zusammen. Empfehlen möchten wir Snapchat trotzdem jedem, der etwas für seine Awareness tun und Produkte bewerben möchte.

 

Pinterest – Mehr als nur ein Pin

Die 2008 in San Francisco gegründete Plattform haben viele noch immer nicht aktiv auf dem Radar. Dabei bietet sie mit ihren Pins extrem großes Reichweitenpotential. Anders als bei Instagram oder Facebook, wo geliked wird, bis die Finger glühen, wird hier gepinnt. Der Fokus von Pinterest lässt sich ganz einfach aus dem Namen herleiten. Dieser besteht aus den Worten “Pin” für anheften und “interest” für Interesse. Und genau so funktioniert die Plattform auch: Hat der Nutzer seine Interessen angegeben, werden ihm allerlei Vorschläge mit Bildern gemacht, die er auf seinen eigenen Pinnwänden “pinnen” kann. Auf seinem Such- und Pinverhalten baut schließlich sein Startfeed auf.

 

Nutzer mit Kaufkraft

Nutzer, die auf Pinterest aktiv sind, interessieren sich schon für ein bestimmtes Thema wie beispielsweise DIY. Auch Fashion und Beauty funktionieren ähnlich gut wie bei Snapchat. Die Nutzer sind überwiegend weiblich, verdienen überdurchschnittlich gut und befinden ich in der Altersgruppe der 28- bis 35-Jährigen. Um auch die männlichen Nutzer besser anzusprechen, hat Pinterest einiges an seiner Suchmechanik geändert. So kann auch nach “male-content” gesucht werden. Seitdem wächst auch die Anzahl von männlichen Nutzern stetig. Insgesamt wird die Plattform von 322 Millionen Nutzern weltweit monatlich aktiv genutzt.

 

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Quelle: Pinterest

Pinterest als Traffic-Lieferant

Pinnwände basieren auf den Themen, für die sich der Nutzer interessiert. Gefüllt werden die einzelnen Pinnwände durch das Pinnen von Bildern, die der Nutzer den einzelnen “Themenwänden”, zugefügt hat. Und das geht richtig schnell. Durch den Aufbau von Pinterest und die Masse an Inhalten, liegt die Verweildauer eines Nutzers im Schnitt bei 40-50 Minuten. Facebook & Co. kommen gerade mal auf 20-25 Minuten. Darin liegt auch einer der Vorteile von Pinterest – Nutzer halten sich lange auf der Plattform auf und sind gute Traffic-Lieferanten.

Dabei halten sich die Preise auf Pinterest relativ konstant und liegen etwa auf dem Level von anderen Plattformen. Aktuell gibt es nur eine kleine, aber stetig wachsende Anzahl von Werbetreibenden. Da auch auf Keywords geboten wird, sind die Chancen relativ hoch, mit wenig Mitbewerbern auf die gleichen Keywords zu bieten. Das ist aber natürlich extrem abhängig von der jeweiligen Branche und angepeilten Zielgruppe und lässt sich daher schwer pauschalisieren. Pinterest bietet eine gute Chance für die sogenannten “early adopters” unter euch. Das sagt auch Julian Gramatke, Performance Manager bei psmedia.

“Wer als Erster profitieren, keinen neuen Markt verpassen und eine noch unerschlossene Zielgruppe erreichen möchte, ist hier genau richtig.”

Die optimal gestaltete Pinterest-Ad

Werbeanzeigen, die auf Pinterest geschaltet werden, fügen sich, wenn es richtig gemacht ist, so unauffällig in den Feed der Nutzer ein, dass sie zu qualitativem Traffic führen können. Die Anzeigen werden kaum als solche wahrgenommen. Um die Sprache der Nutzer bestmöglich zu treffen, sollte also zu Beginn klar sein, welche Bildsprache für die Zielgruppe optimal ist.

Da sich mit einer Menge anderer Pins der Bildschirm geteilt wird, sollte die Ad natürlich nicht untergehen und klar auf das Marketingziel ausgerichtet sein. Anzeigen, die zum Kauf animieren, enthalten optimalerweise eine klare Call to Action im Creative. Anzeigen, die für die Brand Awareness gedacht sind, sollten die Marke auf eine interessante Art in den Vordergrund stellen. Wer sich orientieren möchte, kann sich von den Best Practices von Pinterest inspirieren lassen und wertvolle Tipps holen.

 

Was nehmen wir mit?

Social Advertising lohnt sich auch auf anderen Plattformen, als auf den Klassikern. Snapchat bietet Marken mit AR Lenses und diversen Filtern hervorragende Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen. Gerade wer die junge Zielgruppe ansprechen möchte, um beispielsweise Azubis anzulocken, kann hier gute Ergebnisse erzielen. Auch für das Stärken der Brand Awareness und Product Launches lohnt sich Werben auf Snapchat. Pinterest ist mit seinen vielseitigen Themen und Nutzern mit hoher Kaufkraft und Verweildauer ein echter Traffic-Lieferant. Wer seine Zielgruppe genau definiert und die Ads kreativ mit klarer Bildsprache gestaltet, der hat hier gute Chancen viele Nutzer zu erreichen. Durch die hohe Halbwertszeit und das “Repinnen” ist auch eine längere Präsenz der Anzeige nicht ausgeschlossen. Besonders Snapchat bietet mit den Lenses viel Raum für Kreativität und besondere Erlebnisse.

 

Du brauchst Unterstützung oder Beratung für deine Social-Media-Kanäle? Egal, welches Ziel du verfolgst: psmedia unterstützt dich gern mit Expertenwissen. Wir bringen dich ins Netz! – Lass’ uns über dein Projekt sprechen!

 

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Mara

Mara ist Textremsportlerin und Kommunikationsexpertin. Sie leitet bei psmedia das Content Marketing. Dabei sind stets beide Augen auf die Plattformen und den Markt geheftet. Mit Kaffee funktioniert sie am besten.