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Bereit für die Zukunft: So war die Social Media Week Hamburg 2019

28. März 2019 Mathias

Selbst als erfahrener Social Media Manager oder Online Marketing Manager ist es manchmal gar nicht so leicht, in Sachen Facebook & Co up to date zu bleiben. Da tut es gut, dass sich Vertreter und Interessierte der Branche jährlich zur Social Media Week treffen. Bereits seit 2010 findet diese auch in Deutschland statt, zuletzt vom 25. Februar bis 1. März 2019 in Hamburg.

Zwar gab es erstmals keinen kostenfreien Einlass (bis auf einige limitierte Free Tickets), aber die Fülle an spannenden Vorträgen und Events über die Gegenwart und Zukunft des Social Media machte auch in diesem Jahr einen Besuch zur Pflicht. Und so pickte auch ich mir zwei Veranstaltungen heraus, die mich besonders interessierten.

Social Media – wo wir stehen, wo es hingeht

Ich besuchte zwei spannende Vorträge, die zahlreiche Augen öffneten – bei vielen allerdings anders als bei mir. Während der an die Präsentationen angeschlossenen Diskussionen wurde deutlich, dass viele Teilnehmer noch großen Optimierungsbedarf in ihren Social-Media-Aktivitäten sehen. Ich hingegen lehnte mich entspannt zurück und freute mich über die Erkenntnis, dass wir bei psmedia bereits sehr gut aufgestellt sind und positiv in die Zukunft blicken können.

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Die Hashtagcloud von Talkwalker gibt Aufschluss über alle spannenden Themen auf der SMWHH 2019.

Warum ein „weiter so“ bei Social Media im Marketing keinen Sinn ergibt

Svenja Teichmann, crowdmedia GmbH

Es ist viel mehr Content als Hirn da draußen!

erwähnt Speakerin Teichmann – und deutet damit direkt auf ein großes Problem hin: Der User bekommt immer mehr Inhalte serviert, wird regelrecht überflutet. Wie soll man da noch wahrgenommen werden? Weiterhin seien die Reichweiten mächtig eingebrochen, “die fetten Jahre sind vorbei”. Teichmann hält das für “Gejammer”. Es habe im Marketing noch nie etwas umsonst gegeben. Und es müsse ständig innovativ gearbeitet werden, da sich die Voraussetzungen sowie die Bedürfnisse der User ständig erneuern. Die eigene Strategie müsse immerzu angepasst werden – ein Vorgehen, dass bei psmedia Standard ist, sonst könnten wir kaum langfristig erfolgreich sein. Für die meisten Firmen sei Social Media eher lästige “Pflicht”, für psmedia trifft dies natürlich nicht zu: Social Media ist bei uns nicht einfach einer oder mehrere Kanäle, sondern im Grunde das Produkt selbst. Alltagsarbeit, durch die wir auch lernen, die von Teichmann geforderte Nachhaltigkeit seiner Tätigkeiten zu überprüfen und zu optimieren.

Vernachlässigt werden darüber hinaus bei vielen Firmen die eigentlichen Webseiten. Die nötige Aufmerksamkeit sollten sie jedoch bekommen, weil sie für viele die Basis der Aufgaben ist. Das gilt für psmedia nur zum Teil: Während die User auf die Social-Media-Inhalte zurückgreifen, steht unsere Website vielmehr als Informationsquelle für Kooperationspartner und Kunden zur Verfügung. Teichmann erläutert die Vorteile von Firmen wie psmedia hinsichtlich der Social-Media-Historie: Wer seine Auftritte hier schon immer gepflegt hat, stehe gut da. Wer jetzt erst einsteigt, hat es entsprechend schwer, Fuß zu fassen, sich an die Strukturen zu gewöhnen und die Mechanismen zu begreifen.

Darüber hinaus äußerte Teichmann die Wichtigkeit von KPIs, von Kennzahlen, nach denen die weitere Arbeit ausgerichtet werden sollte. Auch hier sind wir Profis:  Täglich betreiben wir intensives Monitoring sowohl unseres eigenen Contents als auch unserer Kooperationen. Notwendige, klare Abläufe innerhalb der Firma sind ein weiterer Punkt, der für Teichmann ausschlaggebend für eine erfolgreiche Social-Media-Präsenz ist. Auch hier ist psmedia – wie in nahezu allen Punkten – bestens aufgestellt.

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Alle Wege führen nach Rom – und einer zu allen Spots der SMWHH 2019!

Digital Trend Scouting 2019: What’s next in Social?

Daniel Rehn, achtung! GmbH

Während Rehn in den vergangenen Jahren primär konkrete Ausblicke auf den Bereich Social Media gab, stellte er dieses Jahr verschiedene Aspekte gegenüber. Zunächst erwähnte er jedoch, was wir schon deutlich selbst gespürt haben:

Social Media ist heute alles andere als sozial, sondern viel Gepöbel.

Innerhalb dieses Rauschens müsse man besonders laut sein und auffallen, um wahrgenommen zu werden. Laut einer Studie sind 80 % aller Marken den Menschen völlig egal und könnten problemlos verschwinden. Hier ist also intensiv einzuwirken, um spannenden und auffallenden Content zu kreieren. Ein Blick auf internationale Trends lohne sich besonders, da Deutschland insgesamt eher Spätzünder sei.

Beim ersten Vergleich lässt Rehn die Bequemlichkeit gegen das Private antreten – und gewinnen: In den sozialen Medien gehen ständig Datensätze verloren, aber es gibt kaum einen merklichen User-Verlust. Die Bequemlichkeit von Social Media sorgt dafür, dass selbst gravierende Sicherheitslücken hingenommen werden. Die Beliebtheit der jeweiligen Kanäle ändert sich zwar hin und wieder, aber grundsätzlich bleibt die soziale Vernetzung bestehen.

Im zweiten Vergleich gewinnt Social Media als “Dark Social” im Vergleich zum “Forum Romanum”: Die Sozialen Medien sind voll von Wut, Hass und Beleidigungen. Für diese “große Shitshow” sei ein Community Management notwendig, auf das psmedia zurückgreifen kann.

Im Vergleich Newsfeed gegen Storys lässt Rehn die Storys, insbesondere bei Instagram, gewinnen. Hier lassen sich schon jetzt diverse Werbemöglichkeiten (Shop-Tags, Countdowns, Carousel-Formate) einbinden. Möglichkeiten, aus denen auch psmedia noch viele Ideen für die Zukunft schöpfen kann.

Zum Schluss vergleicht Rehn noch Video on Demand und lineare Angebote. Trotz durchschnittlichen 13:14 Stunden pro Woche pro User für Streaming-Angebote, primär von Netflix, YouTube, Amazon Prime und Twitch sieht er ein Unentschieden: Noch im Januar 2019 wurden 1,5 Milliarden Euro für Werbung im deutschen TV ausgegeben. Dazu nehmen die Streaming-Kanäle so rasant zu (bald auch Disney+), dass die Kosten-Schmerzgrenze bald erreicht sein könnte und das Illegale Streaming wieder deutlich zunimmt.

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Überall fancy Spielereien: Ein interaktives Werbedisplay.

Und sonst so? Atemlos durch die Social Media Week

Bei so vielen Eindrücken kann einem schon mal die Luft wegbleiben. (Was zum Teil aber vielleicht auch am mangelnden Sauerstoff gelegen haben mag.) Zwischen den Vorträgen lagen lediglich 15 Minuten Pause, die aber direkt zum regen Austausch im Publikum genutzt wurden. Und so lauschte ich ein wenig beduselt den Worten der Redner und versuchte dennoch, einen klaren Kopf zum Mitdenken und Mitdiskutieren zu bewahren.

Die Luft im (hübschen!) Galionsfigurensaal des Altonaer Museum verlangte schon fast nach einem Pinien-Aufguss – leider fand deshalb während der Vorträge ein reger Publikumswechsel statt. Immerhin zum Vorteil für die Stände von Sponsoren und Partnern, denn so verirrten sich zumindest immer wieder Besucher zu Fotoautomaten, Relax-Kopfhörern, Franzbrötchen, technischen Spielereien und Video-Agenturen.

Zwischen Ausstellern und Vorträgen genossen die meisten jedoch vor allem eins: die ersten Sonnenstrahlen im Hamburger Grau, die die Wege zwischen den drei Locations Altonaer Theater, Museum sowie Fachhochschule, in der die Workshops und Masterclasses für Premium-Pass-Inhaber stattfanden, begleiteten.

Fazit

Social Media ist im ständigen Wandel. Wer über Reichweitenverluste, “Dark Social” und Veränderungen sonstiger Strukturen und Voraussetzungen jammert, verliert. Fehlende Reichweite, Datenlecks und ständig ungewisse Aussichten lassen viele aufstöhnen und zittern. Die Social Media Week hat das deutlich gemacht – und auch die Tatsache, dass psmedia bestens dasteht, gewappnet in die Zukunft blickt und all die Herausforderungen mit Optimismus und Zuversicht angeht.

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Mathias

Matze ist seit 2016 bei psmedia für die Produktion und Verbreitung von Content zuständig. Ein witziges Meme soll her? Der beste Spruch liegt ihm bereits auf der Zunge!