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Mit diesen Tricks erzielst du mehr organische Reichweite auf Facebook

28. Januar 2020 Frerik

Du hast dir deine Facebook-Community mühsam aufgebaut, deine Follower-Zahlen können sich sehen lassen und trotzdem ist deine organische Reichweite im Keller? Lohnt es sich überhaupt noch, auf organic reach zu setzen und musst du in Zukunft für mehr Reichweite zahlen? Keine Panik, mit diesen Fragen bist du nicht allein! Psmedia hat die Antworten und erklärt, wie du wieder mehr organische Reichweite auf Facebook erzielst und deinen Content zielgerichtet optimierst!

Mehr Soziales Netzwerk – weniger Newsfeed

Egal ob Unternehmen, Fanseite oder Brand: Schon lange tauchen Beiträge kommerzieller Facebook-Seiten nur noch selten im Newsfeed der eigenen Fans auf. In Folge bleibt seitdem auch die Reichweite aus. Grund dafür ist ein Update des Facebook-Algorithmus’ aus dem Jahr 2018. Mark Zuckerberg erklärte dazu:

“Wir nehmen eine große Veränderung an der Funktionsweise von Facebook vor. Unser Ziel ist es nicht mehr, euch relevante Inhalte zu präsentieren. Wir wollen euch helfen, bedeutungsvolle soziale Interaktionen zu erleben.”

Facebook besinnt sich damit auf seinen Ursprung als Soziales Netzwerk zurück. Die Plattform will sich erneut als Ort für echte soziale Interaktionen und lebendigen Austausch etablieren. Die Verbindung zwischen Menschen soll wieder im Fokus stehen.

Im Klartext heißt das: Beiträge von Freunden, Familie und Gruppen werden im Newsfeed bevorzugt. Posts und Updates von Unternehmen, Marken und Medien werden dagegen hinten angestellt.

Wie erziele ich mehr organische Reichweite auf Facebook?

Wenn du mit deinen (kommerziellen) Facebook-Posts trotzdem organische Reichweite erzielen willst, musst du nach den Regeln des Facebook-Algorithmus spielen. Denn auch für öffentliche Inhalte gilt, dass sie nur prominent im Feed der Nutzer sichtbar werden, wenn sie zu echten sozialen Interaktionen anregen. Im kommerziellen Bereich bedeutet das vor allem, dass du dein Produkt im passenden Beitrag für die passende Audience postest.

Mit drei Schritten zu mehr organischer Reichweite:

  • 1. Interruption: Deine User müssen bei deinen Posts hängen bleiben und für sie das Scrollen durch den Feed unterbrechen.
  • 2. Interaction: Deine User müssen durch den Inhalt deines Posts zum Teilen, Kommentieren und Verlinken von Freunden angeregt werden. Sogenannte Social Signals sind durchaus ein wertvolles Indiz für den Erfolg deines Contents.
  • 3. Viral Effect: In Folge sehen auch die Freunde von Freunden deiner User deine Posts, steigen mit sozialen Interaktionen ein und verbreiten deinen Beitrag weiter.

Wichtig: Facebook unterscheidet zwischen aktiven und passiven Interaktionen. Deine Reichweite wird dabei positiv von aktiven Interaktionen wie Shares und Kommentaren beeinflusst. Passive Interaktionen wie Likes und Klicks haben nur wenig Einfluss auf deine Reichweite.

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Zurück zu den Wurzeln: Facebook will als Netzwerk wieder für soziale Interaktionen innerhalb der Community stehen. Für organische Reichweiten liegt darin auch eine Chance. Bild: Robin Warrall/Unsplash

Wie optimiere ich meinen Content für mehr organische Reichweite?

Seit dem Algorithmus-Update trifft Facebook für jeden Post eine individuelle Vorhersage, inwieweit er die User zu Interaktionen anregen wird. Erkennt Facebook sein Potential, wird ein guter organischer Post zunächst auch mit einer guten Positionierung im Feed der User belohnt.

Nur gut gestalteter Content, der diesen Ansprüchen genügt, kann auch gute organische Reichweiten erzielen. Um hierbei nichts dem Zufall zu überlassen, solltest du deinen Content nach folgenden Gesichtspunkten optimieren:

  • Interruption – Sorge durch visuelle Anreize dafür, dass die User bei deinen Posts hängen bleiben und das Scrollen durch den Feed unterbrechen.
  • Interaction – Aktiviere deine Nutzer und rege durch das richtige Wording zu Kommentaren und Verlinkungen von Freunden an. Aber Vorsicht vor Formulierungen wie “Markiere jemanden, der …” im Postingtext! Denn auch die bestraft der Algorithmus.
  • Kenne deine Zielgruppe – Poste Inhalte, die deine Community wirklich interessieren, emotional ansprechen und echte Reaktionen hervorrufen.
  • Fasse dich kurz – Setze auf kurze, prägnante Formulierungen und vermeide lange Beitragstexte, die deine Follower abschrecken könnten.
  • Bleibe aktuell und nutze Trends – Nimm in deinen Posts gegenwärtige Trends und Ereignisse auf. Dazu kannst du zum Beispiel Bezug auf den Wochentag, die Jahreszeit oder aktuelle gesellschaftliche Themen nehmen.
  • Timing – Veröffentliche deine Beiträge dann, wenn deine Community am aktivsten ist (z.B. abends oder am Wochenende).

Welche Formate sind besonders gut geeignet?

Videos

Für organische Reichweite auf Facebook gilt: video first! Bewegte Inhalte erzielen grundsätzlich größere Reichweiten als andere Posts. Zudem bieten Videos den Vorteil, deine Message auf allen audiovisuellen Ebenen zu kommunizieren.

Ob Produkt-Demo, Ankündigungsvideo oder ein Blick hinter die Kulissen – dank der Autoplay-Funktion auf Facebook bleibt das Auge des Nutzers automatisch beim Bewegtbild hängen und vermittelt die gewünschten Inhalte sofort. Auch Live-Videos sind ein wahrer Reichweiten-Garant, da sie weit oben im Feed angezeigt werden. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Live-Q&A auf Facebook?

Mit diesen Tipps holst das du Maximum aus deinem Video Content!

  • Länge – Deine Videos sollten eine Mindestlänge von 30 Sekunden nicht unterschreiten.
  • Hochformat – Optimiere deine Videos für Social Media und produziere sie im Hochformat. So fügen sie sich sichtbar und wirksam in den Feed ein.
  • Der erste Eindruck – Kommuniziere bereits in den ersten Sekunden, worum es in deinem Video geht und gib dem Nutzer einen Anreiz zum Weiterschauen.
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Videoinhalte erzielen die besten Reichweiten auf Facebook. Besonders Live-Videos können durch ihre prominente Platzierung im Feed punkten. Bild: Sticker Mule/Unsplash

Bilder

So viele Vorteile Video-Posts auch mitbringen, so brauchen sie auch eine gewisse Zeit um Involvement zu generieren und es in Interaktionen umzuwandeln. Zudem sind sie mit großem Produktionsaufwand verbunden. Der klassische Bild-Post lässt sich schneller erstellen, kann Informationen kompakt bündeln und ist inhaltlich für den User einfacher zu erfassen.

Mit diesen Tipps holst du das Maximum aus deinen Bildern!

  • Text und Bild – Verbinde deine Bilder mit Text, um sie in einen Kontext zu setzen und deine Message auch schriftlich zu kommunizieren. Der Text im Bild wird vom User deutlich schneller erfasst, als der Beitragstext.
  • Werde emotional – Gestalte deine Bilder provokant, kontrovers, witzig oder verwirrend. So bleiben User hängen und werden zu Interaktionen angeregt.
  • Qualität vor Quantität – Poste lieber ein qualitativ hochwertiges Bild als mehrere Bilder mit geringer Qualität.

Muss ich für noch höhere Reichweite zahlen?

Mit den richtigen Kniffen ist auf Facebook eine Menge an organischer Reichweite rauszuholen. Aber musst du für noch besseren Reach zahlen? Nein. Zwar kannst du mit Paid Ads ein festgeschriebenes Ziel erreichen. Damit erzielst du jedoch nicht zwangsläufig die Reichweite, die dir langfristig weiterhilft.

Was nehmen wir mit?

Wer seine organische Reichweite auf Facebook nach oben schrauben will, muss nach den Regeln des Facebook-Algorithmus spielen. Denn nur Beiträge, die zu sozialen Interaktionen anregen, werden vom Algorithmus als relevant eingestuft und prominent im Feed der User platziert. Deshalb ist Content-Optimierung hier der Schlüssel zum Erfolg. Wenn du die Vorteile von Bild- und Videoformaten clever nutzt und deine Community zielgerichtet zu Shares und Kommentaren anregst, darfst du dich schon bald über gestiegene Reichweiten freuen.

 

 

 

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Frerik

Frerik unterstützt psmedia als Werkstudent in der Social Media Redaktion. Spezialgebiete: Memes basteln und virale Videos finden. Lieblingsessen: Kohlrouladen.