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Facebook Updates: Das sind die spannendsten Neuerungen für Advertiser

2. Oktober 2020 Frerik

Attributionsfenster, Textanteil in Werbeanzeigen, Accounts Center – in den vergangen Tagen hat Facebook mit einigen Updates und Änderungen für Gesprächsstoff gesorgt. Wir fassen die wichtigsten News für dich zusammen und ordnen ein, was die Neuerungen für die Branche bedeuten.

Das Ende der 20 % Textregelung für Facebook Ads

Lange galt auf Facebook: Werbeanzeigen mit mehr als 20 % Text im Bild wurden entweder gar nicht genehmigt oder nur eingeschränkt ausgespielt. Eine Regelung, die bei Werbetreibenden regelmäßig für Zähneknirschen gesorgt hat. Das lag vor allem an der Unzuverlässigkeit des Modells. Der Textanteil im Bild wurde häufig nicht korrekt ausgelesen und quasi identische Ads unterschiedlich bewertet. So wurden immer wieder auch solche Anzeigen abgestraft, die den Vorgaben eigentlich entsprachen.

Doch jetzt heißt es aufatmen! Denn bereits seit dem 07. September arbeitet Facebook daran, die Einschränkung endgültig einzustellen. Wer in seinen Ads Bilder mit viel Text einsetzt, muss künftig keine automatische Abstrafung mehr von Facebook befürchten. Das heißt allerdings nicht, dass Facebook jetzt Tür und Tor für Anzeigen öffnet, die nur aus Text bestehen. Die offizielle Empfehlung lautet weiterhin, in Werbeanzeigen auf Bilder mit mehr als 20 % Text zu verzichten. Solche Ads werden auch in Zukunft vom Algorithmus niedriger eingestuft und weniger ausgespielt.

Grundsätzlich gilt also weiterhin: Zu viel Text ist zu viel Text. Jedoch muss nicht mehr befürchtet werden, dass Facebook bei Werbeanzeigen mit Text automatisch blockiert und abstraft.

©PixieMe – stock.adobe.com

Facebook verkleinert das Attributionsfenster

Bisher werden alle Handlungen, die innerhalb von 28 Tagen nach dem ersten Klicken einer Anzeige erfolgen, auch dieser Ad zugeordnet. Jetzt hat Facebook angekündigt, die Option der 28-Tage-Attribution zu streichen. Ab Mitte Oktober wird das siebentägige Attributionsfenster in den Voreinstellungen des Werbeanzeigenmanagers festgelegt und künftig das längste verfügbare Zeitfenster sein.

Werbetreibende, die sich nach einem 28-Tage Conversion-Ziel vergüten lassen, werden deshalb mit Umsatzrückgängen rechnen müssen. Genauso wie Advertiser, deren Customer Journey einen Zeitraum von sieben Tagen überschreitet. Am härtesten dürfte die Änderung vor allem Werbetreibende mit wenig Budget und geringer Frequenz bei kleinen Zielgruppen treffen. Kampagnen, die mit Fünf Euro Tagesbudget laufen, werden langfristig deutlich schlechter performen. Denn viele der in solchen Kampagnen generierten Conversions entstehen nur durch den langen Attributions-Zeitraum und sind grundsätzlich auf einzelne Impressions zurückzuführen.

Unser Performance Marketing Manager Julian sagt zu der Änderung:

“Ich finde die Änderung gut und sinnvoll. 28 Tage Attribution ist oft zum Nachteil des Kunden entstanden, da den Werbemaßnahmen zu viel Gewicht beigemessen wurde. Wer kann sich an Werbung von vor 21 Tagen erinnern? Der Facebook-Algorithmus hat bereits vorher auf maximal sieben Tage optimiert. Daher sollte sich die reine Performance auf Facebook nicht großartig ändern.”

Facebook testet Accounts Center

Direktnachrichten, Passwörter, Zahlungsinformationen – das alles und mehr soll im neuen Facebook Accounts Manager künftig App-übergreifend miteinander verknüpft werden. Mit der Funktion lassen sich dann alle Dienste des Social-Konzerns zentral bedienen. So sollen zum Beispiel das gleichzeitige Posten einer Story auf Instagram und Facebook vereinfacht und ein zentraler Log-in in alle Apps ermöglicht werden. Dabei bleibt die Nutzung des Centers optional und die Verknüpfungen sollen sich leicht hinzufügen und auflösen lassen.

Facebook-App, Messenger und in Instagram – das Accounts Center wird in allen Apps identisch aussehen. (Grafik: Facebook)

Was auf den ersten Blick vor allem für private Nutzer interessant scheint, wird voraussichtlich auch Auswirkungen auf den E-Commerce-Sektor der Plattformen haben. Denn auch Facebooks hauseigener Bezahldienst Facebook Pay soll zentral über die neue Funktion bedient werden können. Zwar ist der Bezahldienst in Deutschland bisher noch nicht verfügbar, doch nach dem Ausbau der Shopping-Funktionen auf Facebook und Instagram über die letzten Monate sollte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis das Accounts Center durch vereinfachte Bezahlung den Verkaufszahlen auf beiden Plattformen zugute kommen wird.

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Titelbild: © wachiwit | stock.adobe.com

Frerik

Spezialgebiete: Memes basteln und Gifs finden. Lieblingsessen: Wirsingrouladen. Jobbezeichnung: Jr. Content Manager