Neu im Blog

Der perfekte Instagram-Post: Besiege den Algorithmus!

19. Februar 2020 Xenia

Instagram hat sich zu einem sehr wichtigen Kanal für Marketing- und Werbeaktivitäten von Unternehmen entwickelt. Ganze Abteilungen und Agenturen beschäftigen sich mit dem perfekten Post. Wann sollte er am besten online gehen? Filter ja oder nein? Wie formuliert man eine interaktionsstarke Caption? Und das alles mit dem Instragram-Algorithmus im Nacken. Erreicht mein Post überhaupt die Nutzer? Wir haben uns dieser Frage eingehend gewidmet und geben euch Tipps und Tricks für den perfekten Instagram-Post an die Hand. 

Und dann kam der Algorithmus

Großer Aufschrei unter Instagram-Nutzern im Jahr 2016: Das Social-Media-Netzwerk führt einen Algorithmus ein, der den einzelnen Usern nach Kriterien wie Relevanz, Interessen und Interaktionen Posts im Feed vorschlägt. Viele Instagramer befürchteten daraufhin, dass ihre Beiträge deutlich weniger Reichweite bekommen würden.

Der perfekte Instagram-Post brauchte also ab sofort mehr. Grundsätzlich gilt nun: Erhält ein Beitrag nicht ausreichend Aufmerksamkeit, wird er vom Instagram-Algorithmus als unwichtig für den Feed eingestuft. Hattest du bereits einen Instagram-Kanal, musstest du dich vermutlich auch erstmal an die neuen Zahlen gewöhnen. Sie werden durch deine Reichweite, Interaktion und Beziehung zu den Nutzern bestimmt.

Beiträge zu posten, ist seit der Einführung  des Algorithmus’ also deutlich anspruchsvoller geworden. Inzwischen, vier Jahre später, kann nur qualitativ guter Content auf der Plattform bestehen, auf der 15 Millionen Menschen in Deutschland monatlich aktiv sind. Aber was ist aus Instagramsicht überhaupt qualitativ gut? Mit folgenden Tipps beantworten wir dir diese Frage.

 

5 Tipps für deine Bildunterschriften

#1 Feuer in die erste Zeile
Nur die ersten beiden Zeilen deiner Bildunterschrift werden angezeigt. Die Nutzer sehen nur mehr, wenn sie klicken. Das heißt: Wenn sie es wollen. Der perfekte Instagram Post muss deshalb in der ersten Zeile Neugier schaffen und mit Call-to-Action arbeiten. Hierfür eignet sich zum Beispiel das Stellen einer Frage, die deine Nutzer zu einer direkten Interaktion animieren.

 

Der perfekte Instagram-Post zieht in der 1. Zeile die Aufmerksamkeit auf sich.

Wenn du eine Frage an die Nutzer hast, stelle sie in der 1. Zeile.

 

#2 Apropos Call-to-Action
Wenn du deine Nutzer dazu bringen willst, etwas zu tun, musst du dich deutlich ausdrücken. Stell deine Frage so simpel wie möglich.
Hier sind ein paar Call-To-Action-Ideen:

  • Konkrete Fragen stellen, die sich nicht mit “Ja” oder “Nein”, aber in einem Satz beantworten lassen.
  • Nutzer sollen ihr Erlebnis zum Thema in den Kommentaren erzählen.
  • Auf den Link in der Bio hinweisen.
  • Nutzer ermutigen, Freunde zu taggen, z.B.: „Mit wem würdest du diese Reise machen?“

 

 

#3 Lockere deine Krawatte
Jedes soziale Netzwerk hat einen eigenen Ton. Bei Instagram solltest du gestelzte Sprache vergessen. Auch Unternehmen mit ernsterem Tonfall lockern daher ihre Tonalität. Das heißt nicht, dass du deine Nutzer mit „ihr Süßen“ ansprechen musst (bitte nicht!), aber auch Siezen ist nicht sinnvoll. Der perfekte Instagram Post braucht einen guten Zwischenweg, indem du deine Nutzer offen und menschlich ansprichst. Instagrams Lieblingsstichwort: Authentizität!

 


#4 Ab ins Emoji-Land
Aber nicht gleich ausrasten, bitte. Laut einer Studie von Quintly generieren Posts mit mindestens einem Emoji 48% mehr Interaktionen als Beiträge, in denen keine Emojis verwendet werden. Der perfekte Instagram Post enthält bei kleineren Profilen mit weniger als 1000 Followern einen bis drei Emojis pro Post, bei größeren Profilen max. zehn Emojis pro Post.

#5 Kurz ist das neue lang
Emotionale und kontroverse Themen sind toll, aber auch selten. Spar dir deshalb lange Texte für diese Themen auf. Quintly hat herausgefunden, dass Beschreibungstexte mit 1–50 Zeichen bei Profilen mit unter einer Millionen Follower die meisten Interaktionsraten erhalten. Nicht vergessen: Es kommt auch immer auf das Thema und deine Zielgruppe an.

 

Die perfekten Hashtags

#1 Hashtag-Märchen und -Legenden
Ende 2017 kursierten zahlreiche Gerüchte um die perfekte Hashtag-Anzahl. Angeblich wurde Wiederverwendung von Hashtags als Spam aufgefasst und deshalb mit weniger Reichweite abgestraft. Für die Nutzung von mehr als sechs Hashtags galt dasselbe. Da der Instagram-Algorithmus geheim ist, kann niemand außer Instagram selbst diese Aussagen aus dem Weg räumen.
Fakt ist: Instagram erneuert ständig den Algorithmus, deshalb ist es unwahrscheinlich, dass diese „Regeln“ heute noch so zutreffen. Das einzige, was hier klar ist – mehr als 30 Hashtags gehen eh nicht. Hier wurde seitens Instagram eine entsprechende Sperre eingebaut.

#2 Numerische Hashtag-Bescheidenheit
Quintly hat sich die Zahlen 2018 angeguckt. Die meisten Nutzer verwenden 1-3 Hashtags, ca. ein Drittel bis zu 10 Hashtags und die wenigsten mehr als 10.

#3 Inhaltliche Hashtag-Bescheidenheit
Setze für den perfekten Instagram Post die Hashtags möglichst gezielt ein, indem du sie in deine Caption einfließen lässt, zum Beispiel: „Am #motivationmonday ist es Zeit für schwarzen Kaffee!“.
Weitere Hashtags platzierst du dann am besten am Ende deines Textes. Achte bei der Auswahl darauf, dass nicht zu viele Menschen diesen Hashtag benutzen, sonst geht dein Post unter. #Sommerlaune funktioniert demnach zum Beispiel besser als #Sommer.

 

 

#4 Hashtag-Recherche
Thematisch passende Hashtags findest du am besten, indem du dich bei deiner Zielgruppe umschaust. Welche Hashtags benutzen ähnliche Profile? Wie bist du selbst auf diese Posts aufmerksam geworden? Natürlich kannst du dir auch zusätzlich im Netz auf verschiedenen Hashtag-Seiten oder in Apps anschauen, welche Hashtags zu welchem Thema passen könnten. Hier werden häufig ganze Hashtag-Gruppen für die gewünschte Zielgruppe vorgeschlagen. Trotz der kleinen Helferlein, die einem diese Arbeit abnehmen können, ist die eigene Hashtag-Recherche dennoch nicht komplett ersetzbar.

 

Dein Content als Blickfang

#1 Video vs. Foto
Es stimmt: Videos erzielen in der Regel mehr Reichweite als Fotos. Das liegt allerdings nicht am Medium, sondern daran, dass die Verweildauer auf dem Post von Instagram gemessen wird. Ein Video wird also länger als ein Bild angeschaut. #mindblowing

 

 

 

#2 Blickfang

Um die Verweildauer zu erhöhen, heißt das allerdings nicht, dass du für den perfekten Instagram Post komplett auf Videos umsteigen solltest. Auch ein Foto kann spannend sein. Besonders ästhetische Fotos werden beispielsweise länger angeschaut. Wenn es allerdings zu perfekt und damit zu „Standard“ ist, scrollen die Nutzer schnell weiter. Überrasche deine Nutzer mit untypischen Motiven oder Bildergalerien. Aus diesem Grund sind auch Letterboard-Posts so erfolgreich: Die Nutzer lesen den Text! Reine Textbilder, besonders lange, hingegen werden weniger gut angenommen – hier fehlt einfach die Persönlichkeit.

 

 

View this post on Instagram

 

A post shared by anni & mia (@nastiinkaaa_) on

 

#3 Filtere dein Bild nicht kaputt

Filter gehören zu Instagram, wie der Deckel auf den Topf. Aber nicht jeder Deckel passt. Suche dir 1-2 Filter aus, zwischen denen du je nach Motiv wechselst. Ein Feed mit Wiedererkennungswert und rotem Faden gewinnt – und hält – schneller Follower. Besonders wenn du es schaffst, dich durch visuelle Merkmale von anderen abzuheben.

 

Der perfekte Zeitpunkt für deinen Instagram Post

Hast du ein Business- oder Creator-Profil, stehen dir für deinen Instagram-Kanal sogenannte Insights zur Verfügung. Hier siehst du unter anderem, wann deine Follower am aktivsten sind. Suche dir für deinen neuen Post einen Zeitpunkt kurz vor der Höchstzeit heraus, damit dieser nicht untergeht. Außerdem ist es nicht ratsam, einen Post zur vollen Stunde zu veröffentlichen. Viele Unternehmen und auch private User nutzen oftmals verschiedene Tools, um ihre Posts zu planen und diese zu automatisiert zu veröffentlichen. Beliebter Zeitpunkt der Veröffentlichung ist bei vielen die volle Stunde. Dies führt dazu, dass dein Post aufgrund der zahlreichen neuen Posts in dem Feed deiner Abonnenten untergehen kann.

Der perfekte Zeitraum für einen Post.

Der perfekte Instagram Post zum perfekten Zeitpunkt: Schau auf deinem Business- oder Creator-Profil in deine Insights.

Außerdem erhalten Posts am Wochenende mehr Interaktionen als an Werktagen. Behalte also nicht nur an Wochentagen deine Insights im Auge.

Dein perfekter Instagram Post kann jetzt in die große, weite Onlinewelt hinaus. Vergiss nicht, ihn danach mit schicken Instastorys zu bewerben. Bei all den Tipps, Tricks, Hacks und Regeln ist das Wichtigste: Instagram soll Spaß machen. Wenn nicht jeder Tipp für dein Profil umsetzbar ist, ist das nicht der Weltuntergang. Hauptsache ist immer noch, dass dein Content zu deiner Nische passt. Und die musst du in- und auswendig kennen.

 

Was nehmen wir mit?

Qualitativ hochwertiger Content, der die Aufmerksamkeit deiner Nutzer bekommt und hält, besteht aus einer Mischung aus guten visuellen Reizen wie Filtern und Beschreibungstexten, die weder zu lang noch langweilig sind. Die von dir genutzten Filter sollten nicht zu überlagert sein, aber mit 1-2 verschiedenen für genügend Abwechslung in deinem Feed sorgen. Nutze Emojis und Call-to-Action Formulierungen in deinen Captions. Fordere deine Follower aktiv zum Mitmachen auf und gewinne so wertvolle Interaktionen für dich. Auch die richtigen Hashtags für deine Zielgruppe sollten gut recherchiert werden. Bevorzuge weniger populäre Hashtags, um nicht in der Masse unterzugehen. Befolgst du diese Tipps und Trickst, steht dem Erfolg deines Instagram-Kanals eigentlich nichts mehr im Weg.

 

 

Du brauchst Unterstützung oder Beratung für deine Social-Media-Kanäle? Egal, welches Ziel du verfolgst: psmedia unterstützt dich gern mit Expertenwissen. Wir bringen dich ins Netz! – Lass’ uns über dein Projekt sprechen!

 

 

Xenia

Als Social Media Managerin und auch in ihrer Freizeit schlägt Xenias Herz für Storytelling in Form von Texten, Videos oder Fotos. Wenn andere um 20:15 den Fernseher anschalten, ist sie längst auf Instagram und Pinterest unterwegs.