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Bild oder Video? So erzielst du mit deinen Instagram Storys mehr Reichweite

15. April 2020 Frerik

Bei einer stetig wachsenden Nutzerzahl ist es schwer, sich auf Instagram mit seinem Content von der Konkurrenz abzuheben. Der Algorithmus tut sein übriges. Ohne Interaktionen keine Reichweite und ohne Reichweite keine Interaktionen. Aber welche Formate erreichen die Nutzer besonders gut? – Video first! Besonders für kleinere Profile schlummert hier ein wahrer Reichweiten-Boost, der nur noch gezündet werden muss. Wir erklären dir, wie du deine organische Reichweite mithilfe des Story-Modus’ nach vorne bringst.

Warum Instagram Storys für deine Reichweite wichtig sind

Einst ging er als verpönte Snapchat-Kopie an den Start, heute ist er nicht mehr aus Instagram wegzudenken: Der Story-Modus. Nicht nur auf Instagram, sondern nahezu auf allen Plattformen hat das Feature den klassischen Feed Post längst überholt. Die Tage des herkömmlichen Nachrichten-Feeds sind gezählt. Die Foto-Community spürt dies ganz besonders.

Die dynamischen und kurzweiligen Storys prägen längst das Bild der Plattform wie wir sie jetzt kennen und nutzen. 500 Millionen User weltweit nutzen die Funktion jeden Tag. Tendenz: steigend. Storys sind das Erste, was uns beim Öffnen der App ins Auge fällt und zwischen all den kurzweiligen Contentschnipseln vergessen wir schnell, dass es überhaupt noch einen News Feed gibt.

 

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Der Story-Feed auf der Startseite ist allein durch die rote Umrand ein echter Eyecatcher.

 

Das alles ist keine Überraschung, denn im Story-Feed gibt es mehr Bewegung, mehr Abwechslung, weniger Langweile. Zudem ist der Content hier persönlicher, die Interaktionen direkter und Nutzer fühlen sich näher an der Community. Obendrein entwickelt sich das Format stetig weiter und bringt immer wieder neue und spannende Funktionen hervor. Umfragen, Abstimmungen, Tags und Antwortfunktion: Storys bieten zahlreiche Möglichkeiten, sich mit anderen Usern zu vernetzen. Besonders für kleinere Accounts mit einer verhältnismäßig geringeren Followerzahl liegt hier die Chance, ihre organische Reichweite zu erhöhen.

 

So holst du mit Storys Reichweite raus

Was für den News-Feed gilt, gilt auch für den Story-Modus: Je relevanter dein Content für den Algorithmus und die Nutzer ist, desto prominenter wird er deinen Followern angezeigt. Umso wichtiger ist es also, dass du deine Story-Inhalte so gestaltest, dass sie den einzelnen User sofort packen und zum Weiterschauen animieren. Schaffst du das nicht, wird das schnell vom Nutzer bestraft. Ein Klick oder Swipe und schon springt die Story zum nächsten Abschnitt oder wird ganz übersprungen. Dieses Forwarding ist der Normalfall auf Instagram. Mit dem richtigen Content kannst du das jedoch verhindern. Das A und O, um Nutzer auf deinem Instagram-Kanal zu halten und unterhalten, ist also der richtige Content.

 

Der richtige Content für mehr Reichweite

Der richtige Story-Content ist wichtig, um deine Follower an deine Story zu binden und zum Weiterschauen zu bewegen, vor allem aber auch, um bei Nicht-Followern Interesse für dein Profil zu wecken. Der Entdecken-Feed gewinnt immer mehr an Relevanz, nicht zuletzt da die Aktivitäten von abonnierten Nutzern nicht mehr angezeigt werden. Mit den folgenden Tipps wird deine Instagram Story für die Community relevant und erhöht deine organische Reichweite.

  • Storytelling – Mach den Namen zum Programm
    Nutze Instagram Storys für das, wofür sie gedacht sind – zum Geschichtenerzählen! Vermeide einzelne Story-Posts ohne Zusammenhang, sondern bette einzelne Inhalte in eine fortlaufende Geschichte ein. Denn je spannender dein Content ist, desto länger verweilen die Nutzer in der Story. Längere Verweildauer = mehr Reichweite!
    Top-Tipp: Teasere geschickt an, was du erzählen möchtest. Erzählst du wortwörtlich eine Geschichte, erwähne das Topic in den ersten drei Sätzen.
  • Sprich neue Follower an
    Hashtags und Standort-Tags sind das perfekte Mittel, um auch über deine Followerschaft hinweg organische Reichweite zu erzielen. Wer clevere Hashtags wählt, erscheint mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in der nationalen oder sogar internationalen Story zum entsprechenden Hashtag. So machst du neue User mit deckungsgleichen Interessen auf dich aufmerksam und greifst im besten Fall neue Follower ab.
  • Nutze Call-to-Actions
    Umfragen, Stimmungsregler und Frage-Antwort-Funktion – Instagram gibt dir die perfekten Werkzeuge an die Hand, um mit deinen Storys für Engagement zu sorgen. Werde kreativ und binde die Community ein! Der Clou: Mehr Engagement bedeutet gleichzeitig auch höhere Relevanz. Zudem steigerst du so die Verweildauer der User in deiner Story.
    Top-Tipp: Poste hin und wieder Storys, die längere Textblöcke mit interessanten (!) Inhalten darstellen. So müssen deine Follower das Bild zum Lesen gedrückt halten und verweilen länger auf deiner Story.
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Quelle: Fanpage Karma

  • Abwechslung
    Gestalte deine Storys bunt und abwechlungsreich. Egal ob Gifs, Filter oder Videoeffekte – Instagram bietet zahlreiche Möglichkeiten, deine Story optisch aufzuwerten und deine Message noch treffender zu kommunizieren. Mittlerweile kannst du deine Storys sogar mit Musik untermalen, um genau für die Stimmung zu sorgen, die du mit deinen Storys vermitteln willst.
    Top-Tipp: Sound und Musik in der Story lohnen sich! Laut Instagram werden 60% der Storys mit eingeschaltetem Ton konsumiert.
  • Sei authentisch
    Behandele deine Follower wie Freunde und Familie und baue so ein Vertrauensverhältnis auf. Nutze den spontanen Charakter der Story-Funktion, um in Alltagssituationen mit deiner Community in Verbindung zu treten. Vor allem für Unternehmen und Brands ist diese Möglichkeit zur persönlichen Bindung mit Kunden Gold wert und schafft zusätzliche Awareness.
  • Timing
    Der Story-Modus ist auf aktuellen Content in Echtzeit ausgerichtet. Vor allem, wenn du Content planst, der auf Engagement abzielt, solltest du ihn dann in deiner Story posten, wenn deine Follower auf Instagram aktiv sind. Wer ein Businessprofil hat, kann das dank der Instagram Insights problemlos einsehen. Aber auch Trial and Error führt zu zuverlässigen Ergebnissen.

 

Qualität oder Quantität?

Während du bei klassischen Instagram-Posts unbedingt auf die Ästhetik und optische Qualität deiner Bilder achten solltest, leben Storys auch von der Spontanität und Nahbarkeit des Formats. Hier kommt es nicht unbedingt auf optisch hochwertige, sondern vielmehr auf kreative, unterhaltsame und emotionale Inhalte an.

Auch in Sachen Frequenz unterscheiden sich Storys maßgeblich vom klassischen Bildpost: Auch mit einem kleinen Profil machst du mit mehreren Storys am Tag nichts falsch. Sie werden von Followern deutlich weniger aufdringlich wahrgenommen als mehrere Posts am Tag.

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Nutze Emotionen! Das wirkt authentisch und macht dich interessanter.

Bild oder Video: Welches Format zieht am besten?

Nachdem du jetzt weißt, wie du deinen Story-Content erfolgreich auf Reichweite trimmst, stellt sich nur noch die Frage, ob du eher auf Video- oder Bildinhalte setzen solltest. Welches Format wird von Usern eher weggeswiped? Videos nehmen in Storys mit 15 Sekunden deutlich mehr Zeit ein als Bilder, die schon nach fünf Sekunden verschwinden. Aber werden Videos deshalb auch häufiger in Storys übersprungen?

Eine Studie von Fanpage Karma bietet hierzu hilfreiche Erkenntnisse. Die Erhebung kam zu dem Ergebnis, dass Videos in Instagram Storys zwar zehn Sekunden länger als Bilder ausgespielt werden, aber auch zu 10% weniger weitergeklickt werden. Der Grund könnte sein, dass ein Bild auch unter fünf Sekunden erfasst und dann getrost übersprungen werden kann. Videos wirken zudem grundsätzlich interessanter, lebendiger und persönlicher als ein Foto. Die Annahme liegt nahe, dass User eher von Videoinhalten gefesselt sind und diese zu Ende schauen wollen.

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Quelle: Fanpage Karma

Trotzdem werden immer noch zwischen 70 und 80 Prozent der Videos in Instagram Storys übersprungen. Das macht deutlich, wie wichtig es ist, gleich zu Beginn einer Story das Interesse der Follower zu wecken und sie emotional mit einer “Geschichte” zu binden. Um nicht in der Masse unterzugehen, solltest du in der Regel zu Beginn deiner Story zum Punkt kommen und dir nicht jedes Highlight für das Ende aufheben.

Um sicherzustellen, dass auch jene Follower, die deine Story ohne Ton sehen, dranbleiben, sind Untertitel mittlerweile unerlässlich. So können sie deinen Content auch in Situationen konsumieren, die keinen Ton zulassen und swipen nicht weiter.

Klar ist aber: Wie auf allen sozialen Netzwerken sollten Videos vorwiegend das Format deiner Wahl sein, wenn es um Reichweitengenerierung geht. Sie kommunizieren deine Message auf allen audiovisuellen Ebenen und erleichtern dir die emotionale Ansprache an den User. Zudem sorgt die längere Dauer von 15 Sekunden gegenüber Bildern mit nur fünf Sekunden automatisch für eine höhere Verweildauer. Damit wird deine Story als relevanter eingestuft und beschert dir im Umkehrschluss auch eine größere Reichweite.

 

Was nehmen wir mit?

Dynamisch, spontan, persönlich – mit diesen Eigenschaften bieten Instagram Storys vor allem für kleinere Accounts die große Chance, die eigene organische Reichweite schnell und unkompliziert auszubauen. Während große Profile derzeit nur fünf Prozent der Follower mit ihren Storys erreichen, sind es bei kleinen Profilen 20 Prozent – ein Plus zu regulären Posts, das du nicht leichtfertig links liegen lassen solltest. Klassische Bildposts tauchen je User nur einmal im Feed auf (es sei denn, es handelt sich um eine Galerie), Storys landen je nach Performance mit jeder Aktualisierung wieder ganz vorne auf der Startansicht des Feeds. Je häufiger ein Follower deine Story anschaut, desto sicherer ist dir dort ein Platz auf den vorderen Rängen.

Wer seinen Content entsprechend optimiert und Funktionen wie Hashtags und Standortangaben gezielt einsetzt, wird nicht nur bei den eigenen Followern prominenter ausgespielt, sondern kann auch eine ganz neue Audience erreichen. Hierbei kommt es vor allem darauf an, kreativ zu werden und den User immer wieder emotional abzuholen. So bewegst du ihn zum Weiterschauen und gehst im besten Fall eine Bindung ein, die über das Ende deiner Story besteht.

Also: Bleib in Bewegung, fülle deine Storys mit Leben und bleibe deiner Community im Gedächtnis!

Du brauchst Unterstützung oder Beratung für deine Social-Media-Kanäle? Egal, welches Ziel du verfolgst: psmedia unterstützt dich gern mit Expertenwissen. Wir bringen dich ins Netz! – Lass’ uns über dein Projekt sprechen!

 

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Frerik

Spezialgebiete: Memes basteln und Gifs finden. Lieblingsessen: Wirsingrouladen. Jobbezeichnung: Jr. Content Manager