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Alles anders mit Corona – psmedianer in der Freizeit

8. Mai 2020 Mara

Ausgebremst – so könnte man es sagen. Spontan losziehen, sich mit Freunden treffen, gemütlich Essen gehen? All die schönen Dinge, die wir in unserer Freizeit machen, sind dem Corona-Virus und den daraus resultierenden Kontaktbeschränkungen zum Opfer gefallen. Was tun in den eigenen vier Wänden und wie beschäftige ich die Kinder? Bei so manchem Psmedianer haben sich da ganz neue Hobbys aufgetan. Einige machen sogar so abgefahrene Dinge wie Sport.

 

Auf einmal war sie da – Die Kontaktbeschränkung. Nach der Arbeit spontan noch ein Bierchen zischen oder mit der Freundin an der Weinschorle nippen, all das fällt nun leider weg. Mit den Kids Sandburgen auf dem Spielplatz bauen? Fehlanzeige.

Die eigenen vier Wände, mögen sie noch so gemütlich eingerichtet sein, sehen irgendwann aus wie ein Gruselkabinett und sind gefühlt mindestens um das Doppelte geschrumpft. Da sich die Freizeitgestaltung aber vornehmlich auf Aktivitäten ohne die Freunde beschränkt, tun sich bei so manchem ganz neue Hobbys auf. So auch bei einigen Psmedianern.

Endlich mal ausmisten!

Starten wir mal mit dem Klassiker: Aufräumen. Die Wohnung, den Keller, den Dachboden. Endlich mal Zeit, sich von nutzlosem Krempel und ungetragenen Klamotten zu befreien. Schön sieht jetzt alles aus. Und wenn man schon mal dabei ist, kann man ja auch gleich renovieren und dem Schlafzimmer einen neuen Anstrich verpassen, die Gardinen waschen und neue Regale bauen. Die Bilder an den Wänden sind dann selbstverständlich auch selbst gemalt. Und nun?

“Bei etwa 1.700 DVDs und Blu-rays verliert man schließlich schnell ein wenig den Überblick. Und die Maskenpflicht wird nebenbei auch noch erfüllt.”

Wer eine so große Film-Sammlung wie unser Kollege Matze hat, der kann sich entweder damit beschäftigen, die Filme anzuschauen oder man sortiert die Sammlung neu. Da er aber Vater einer knapp 2-jährigen Tochter ist, bleibt aktuell nicht leider nicht soviel Freizeit über. Die wenige, die ihm nun bleibt, nutzt er daher sinnvoll, um seine private Videothek auf Vordermann zu bringen. Das dürfte ihn wohl eine Weile beschäftigen.

 

Faultiere auf Abwegen

Als ich meine Kollegen zu ihrer Freizeitgestaltung befragt habe, hieß es häufig, sie würden jetzt Sport machen und regelmäßig Laufen gehen. Psmedia-Geschäftsführer Stefan hält sich ebenfalls fit. Gelacht habe ich, als ich mitbekam, dass er das in der Agentur macht. Wenn er schon da ist, um nach dem Rechten zu schauen, kann er ja auch gleich seine Runden um den Konferenzraum drehen. Oder heimlich für unser pausiertes Tischtennisturnier trainieren. Unser lieber Agenturhund Sam wird ebenfalls ins Training eingespannt und begleitet Hundebesitzerin Cindy auf ihren Läufen. Schon nach zwei Wochen Homeoffice sei sie zwischen den ganzen Chips-Tüten auf dem Sofa kaum mehr zu sehen gewesen, sagt sie. Seitdem steht für sie und Sam jeden Tag Sport auf dem Plan. Chapeau vor soviel Disziplin!

“Ich habe meinen inneren Schweinehund überwunden, meinen anderen Schweinehund gleich mitgenommen und bin laufen gegangen.“

 

Sogar die absoluten Sportmuffel schnüren jetzt ihre Laufschuhe. Psmedianerin Katja sagt: „Corona verändert einiges. Mich eingeschlossen.“
Auch sie schlüpft nun regelmäßig in ihre Laufschuhe. Und das obwohl sie laut ihrer Freunde eines besonders hasst – Laufen! Eigenen Angaben zufolge, sei sie dabei aber sehr langsam. Wenn das so weiter ginge, sähe man sie vielleicht bald bei einem Halbmarathon… als Fan auf der Tribüne.

“Ich darf stolz behaupten, dass ich seit Corona schon einige Male meinen inneren Schweinehund überwunden habe und laufen gewesen bin.“

Während sich meine Kollegen die Laufschuhe anziehen, nutze ich die Zeit, die für das morgendliche Bahnfahren wegfällt, für einen entspannten Yoga Flow und eine kurze Meditation. Auch Spaziergänger gibt es bei uns. Aus psychologischer Sicht ist jede Art von Bewegung gerade jetzt während der Krise eines der wichtigsten Mittel, um unser Immunsystem zu stärken und mal raus aus der Wohnung zu kommen. Physisch wirken wir so Muskelabbau und Fettleibigkeit vor. Auch wenn gemunkelt wird, das bei so manch einem Psmedianer die Hose schon etwas zwickt.

 

Sandkuchen und Burgen

Neben den tierischen Mitbewohnern, gibt es da noch die ganz kleinen. Wie meistern die Kollegen mit Kindern den Alltag ohne Kita und Spielplatz? Kinder wollen schließlich beschäftigt werden, egal in welchem Alter. Da können wir nur von Glück reden, dass das Wetter einigermaßen mitspielt und der eigene Garten, wenn man ihn denn hat, genutzt werden kann.

 

 

Geschäftsführer Olli hat für seine Jungs eine Sandkiste gebaut. Die konnten es kaum abwarten und haben schon in der halbfertigen Kiste ihrem Spieltrieb nachgegeben. Während die Jungs mit ihrem Bagger einen auf Bodo machen, hat auch der Nachwuchs von Nora Gefallen an der Sandkiste im Garten gefunden. Neben Kuchen aus Sand werden aber auch echte Leckereien gebacken. Unsere Kollegin Saskia hat kürzlich „ganz passable“ Mickey-Maus-Brötchen gebacken. Sie sagt:

“Auf einmal sind den ganzen Tag kleine Menschen um mich herum, die ständig Hunger haben und dabei scheinbar eine Karriere als Restaurantkritiker anstreben – da muss man bei der Zubereitung kreativ werden. Ich kann inzwischen ganz passable Mickey Maus Brötchen auf den Tisch bringen.”

Solidarität im Ehrenamt

Neben den Dingen die wir für uns selbst oder die Familie tun wie Sport treiben oder Zeit mit den Kindern verbringen, gibt es noch einiges, was wir für andere tun können. Nachdem sie lange diskutiert wurde, kam sie dann doch – die Maskenpflicht. Neben den medizinischen Masken ist auch das Tragen von Schals oder selbst genähten Stoffmasken erlaubt. Genau diese näht Nora nun ehrenamtlich für soziale Initiativen und Organisationen. Ganz neu ist dieses Hobby für sie nicht, dass sie sich damit aber mal sozial engagieren würde um Behelfsmasken zu nähen, hätte sie nicht gedacht. Der Nachwuchs wird auch direkt mit eingespannt und hilft selbstverständlich, wo er nur kann.

“Mein kleine Tochter hilft mir fleißig beim Stoffe schneiden und wenn sie nachmittags mal im Garten spielt, hole ich die Nähmaschine auf die Terasse und lege los.“

Was nehmen wir mit?

Die aktuelle Krise verlangt so einiges von uns ab. Das gilt insbesondere für diejenigen unter uns, die Kinder haben. Homeoffice und Kinderbetreuung sind ein echter Spagat. Es hat aber auch sein Gutes: So können Familien die Zeit nutzen, um beispielsweise morgens gemeinsam zu frühstücken. Das kommt nicht nur den Kindern zu gute, sondern ist auch echter Seelenbalsam. Eine Psmedia-Umfrage auf Instagram ergab, dass knapp 60% die Zeit morgens für ein Familienfrühstück nutzen. Diejenigen unter uns, die keine Kinder haben, die sie morgens wecken, werden morgens mit Wecker wach und zeigen durchaus Disziplin. Laut Umfrage sind das sogar ganze 95%.

Neben der Familienzeit ist aber auch die Zeit, die wir uns selbst widmen, überaus wertvoll. Entschleunigen ist hier das Stichwort. Viele treiben mehr Sport und machen sich darüber Gedanken, was wirklich wichtig ist. Einige trennen sich von Altlasten und misten Schränke, Keller und Dachböden aus. Alles was wir für uns selbst tun, kann nicht schlecht sein. Besonders nicht in der jetzigen Zeit. Dennoch hoffen wir, dass wir alle bald zur Normalität zurückkehren können.

 

 

 

Mara

Mara ist Textremsportlerin und Kommunikationsexpertin. Sie leitet bei psmedia das Content Marketing. Dabei sind stets beide Augen auf die Plattformen und den Markt geheftet. Mit Kaffee funktioniert sie am besten.